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m-Bee erhält Förderung über den EXIST-Forschungstransfer

Dipl.-Ing. Arthur Singer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Elektrische Energieversorgung, hat gemeinsam mit Dipl.-Ing. Nam Truong und Christoph Dietrich, M.Sc. von der Technischen Universität München sowie Martin Sprehe, M.Sc. von der Hochschule Osnabrück eine Förderung beim Förderprogramm BMWi EXIST-Forschungstransfer erfolgreich eingeworben. Durch seine modulare Leistungselektronik ermöglicht das Gründerteam eine neue Generation von Batteriespeichersystemen.

Die prestigeträchtige Förderung über den EXIST-Forschungstransfer beinhaltet Mittel im hohen sechsstelligen Bereich. Die Mittel werden vom Bundeswirtschaftsministerium und vom Europäischen Sozialfonds gemeinsam ausgezahlt und unterstützen den Transfer von vielversprechenden Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Dieser EXIST-Forschungstransfer hat eine Laufzeit vom 1.10.2018 bis zum 31.3.2020.

Was ist das Besondere an m-Bee?

m-Bee entwickelt Batteriespeichersysteme mit innovativer Topologie, die es ermöglicht, das Maximum aus Batteriespeichersystemen herauszuholen. Der klassische Aufbau bestehend aus einer großen Hochvoltbatterie mit aufwendigem Batteriemanagementsystem (BMS), einem zentralen, pulsweitenmodulierten (PWM) Wechselrichter und einem großen Netzfilter wird grundlegend verändert. Stattdessen werden kleine Leistungselektronikmodule eingesetzt, die direkt mit den Batteriepacks verbunden werden. Dieser modulare Aufbau von Batteriespeichern erhöht die Effizienz, senkt die Gesamtkosten für Installation, Wartung und Betrieb, vereinfacht das Batteriemanagement und hebt die verfügbare Kapazität.

m-Bee ist eine Adaption und Weiterentwicklung der modularen Multilevel-Technologie, die im Bereich der Hochspannungstechnik und HVDC-Übertragung hinsichtlich Kosten, Effizienz und Flexibilität als Stand der Technik gilt. Mit m-Bee wird dieses etablierte Konzept auf Batteriespeicher im Niederspannungsbereich angewandt und hinsichtlich Ausfallsicherheit, Erweiterbarkeit und Effizienz weiterentwickelt.

Die modulare m-Bee Technologie bildet als Querschnittstechnologie eine wichtige Basis für Batteriespeichertechnologie und ist somit für verschiedene Anwendungsgebiete relevant. Nach einem Einstieg in den stationären Batteriespeichermarkt, sieht das vierköpfige Gründerteam batteriegepufferte Schnellladesäulen als nächsten Zielmarkt. Dieser Markt wird aufgrund einer sehr schnellen Entwicklung sowie einer großen medialen Aufmerksamkeit als besonders chancenreich angesehen.

Zur Realisierung dieser Idee hat sich ein vierköpfiges Team gefunden, welches durch einen hochkarätig besetzten Beirat unterstützt und beraten wird. Innerhalb der EXIST-Förderphase I soll ein Prototyp für ein solches Batteriespeichersystem gebaut werden, der die Vorteile von m-Bee messbar belegt. Wie m-Bee zur nachhaltigen Energieversorgung beiträgt, erfahren Sie im Whitepaper zur Technologie.

Bildquelle: BMWi